a href="http://photoszene.de/cms/index.php“>Internationale Photoszene Köln

Kunsthochschule für Medien Köln

Kunsthochschule für Medien Köln

  • Filzengraben 2
  • 50676 Köln
  • Tel 0221 20 189 135
  • Fax 0221 20 189 17
  • .(JavaScript must be enabled to view this email address)
  • http://www.khm.de
  • Eröffnung: 05.09.2008, 19 Uhr
  • Dauer: 06.09. – 28.09.2008
  • Öffnungszeiten: Sa: 14 – 18 Uhr
    So: 14 – 18 Uhr und nach
    Vereinbarung

  • Stadtplan [öffnen/schließen]

V. Gösel, T. Hallscheidt, A. Holling, I. S. Kim, S. Klingemann, B. Radziwanowska, E. Rajca, D. Risch

Acht photographische Positionen

Das Experiment in apparativer Theorie und Praxis hat an der Kunsthochschule für Medien Köln ebenso Tradition wie die performative Inszenierung des (eigenen) Körperbildes. Es ist dies eine Form künstlerischer Auseinandersetzung, die das Feld des “Photographischen� von seinen Rändern her zu beschreiben sucht – zwischen theoretisch-technischem Dispositiv und unmittelbar-leiblicher Erfahrung.
Thorsten Hallscheidt etwa erzeugt in seinen Installationen eine Art “photographischen Zwischenraum�, ohne im strengen Sinne photographisch zu arbeiten: Seine präzisen auf Maß und Zahl basierenden Handzeichnungen konfrontiert er mit Videobildern, in denen die technische Faktur (als Pixel- oder Bit-Stream) zum rein atmosphärischen Zeichen wird. Die Umkehrung des klassischen Darstellungsspektrums von Zeichnung und Video setzt beim Betrachter in der Gegenüberstellung ein mentales Bild frei, das in einem wörtlichen Sinn “photo-graphisch� zu nennen ist. Ohne sich des klassischen photographischen Abzugs zu bedienen charakterisiert auch Vesko Gösel in Skizzen und Skulpturen das Medium Photographie primär als eine “Reflexionsfigur�. Dabei greift er hintergründig-humorvoll auf Insider-Kenntnisse des Photographen zurück, dem bisweilen die Dunkelkammer zum “Darkroom� oder eine absurde Akkumulation von Stabblitzen zur “Elektronischen Plastik� vor dem photographierten Objekt wird. Jenen historischen, sozialen und politischen Raum, der weniger durch einzelne photographische Bilder als vielmehr durch unterschiedliche photographische Genres in spezifischen Produktions- und Verwertungskontexten bestimmt wird, durchwandert Stefanie Klingemann in chamäleonartigen Selbstinszenierungen. So schlüpft sie z.B. in Frauenporträts, die im Habitus vor der Kamera, in Kostüm, Mimik und Körpersprache Leitvorstellungen ganzer Epochen oder Dekaden rekonstruieren. Mit dem graphischen Erscheinungsbild von Plattenhüllen, Anzeigenkampagnen oder Zeitschriften gestaltet sie im gleichen Zug jene medialen Umgebungen mit, aus denen sich unser kollektives Gedächtnis photographischer Bilder speist. Auch die Porträts von Daniela Risch zielen auf ein photographisches Moment jenseits des Einzelbildes. Ihre Versuche sich in Haltung, Handlung und Kleidung der eigene Mutter in deren häuslichem Umfeld anzunähern stellen eine quasi-genetische Verbindung zwischen Photographen-Subjekt und photographierter Person her und berühren darin zugleich einen zentralen Topos der Reflexion über Photographie seit Kracauer und Barthes: “Das wahre Bild der Mutter�. Gerade aus ihrer Skepsis gegenüber einer Wahrheitsfähigkeit und fixen Identität des Mediums Photographie beziehen Vesko Gösel, Thorsten Hallscheidt, Artur Holling, In Sook Kim, Stefanie Klingemann, Bianca Radziwanowska, Evelina Rajca und Daniela Risch einen humorvollen, ideologiefreien Zugang zur Wirklichkeit der Bilder, deren konstitutive Bedingungen sie stets mit im Blick haben.

v.l.n.r.
Artur Holling, ohne Titel
Bianca Radziwanowska „Nature Morte 1a“
Daniela Risch „Helga 6“
Evelina Rajca „Löwe“

Loading...
  1. © Internationale Photoszene Köln e. V.
  2. Impressum
  3. Datenschutzerklärung