History - Internationale Photoszene

History

1950
–     Dr. Bruno Uhl gründet die photokina. Damals noch unter dem Titel „Photo- und Kino-Ausstellung“, verband sie als Wanderausstellung mit Messeteil Kultur und Wirtschaft
–     Der Kölner Werbefachmann, Kunstsammler und Publizist Professor Leo Fritz Gruber, dessen Sammlung später den Grundstein für die fotografische Sammlung des neugegründeten Museum Ludwig bilden wird, wird als Organisator der Bilderschauen hinzugeholt, die er bis 1980 organisiert. Die erste Bilderschau 1950 wird u.a. von der Gruppe "foto-forum" ausgerichtet und zeigt aktuelle und vor allem avantgardistische künstlerische Positionen. 
–     In den kommenden 25 Jahre tummelt sich das Who ist Who der Fotokunst auf der photokina und den Bilderschauen
 
1974
–      Die Bilderschauen ziehen vom Messegelände in die Josef-Haubrich-Kunsthalle und damit in einen exponierten Ausstellungsspot in der Kölner Innenstadt
 
1984 - Gründungsjahr und erste Ausgabe der Internationale Photoszene Köln
–      Die Bilderschauen werden zurück auf das Messegelände verlegt woraufhin die Innenstadt sowohl von der Präsentation künstlerischer Fotografie als auch vom Messebetrieb abgeschnitten ist
–      Um die Leerstelle zu füllen, die durch den Wegzug der in den letzten zehn Jahren etablierten Ausstellung entsteht, und den Stadtkern wieder als Anziehungspunkt für künstlerische und dokumentarische Fotografie zu etablieren wird die Internationale Photoszene gegründet, die sich fortan um die künstlerische Ergänzung des von Technologie dominierten Messebetrieb annimmt

Who:
–      DGPh und Kulturamt Köln gründen die „Internationale Photoszene Köln“ als Initiative zwischen Museen, Galerien und Kuturinstitutionen. Hauptkoordinator*innen sind Jeanne von Oppenheim (DGPh), Reinhold Mißelbeck (DGPh), Winfried Gellner (Kultramt) und Peter Nestler (Kulturdezernent)
–      Das gesamte Projekt wurde von öffentlichen Geldern finanziert. Der großformatige Katalog finanzierte sich über die annoncierenden Firmen
With:
–      Es werden 35 Ausstellungen zu historischer und moderner Fotografie präsentiert, u.a. mit Werken von August Sander, Man Ray, Wolfgang Vollmer
    
 
1986 - 2. Internationale Photoszene Köln
With:
–      Erweiterung auf 46 Ausstellungen, u. a. mit Arbeiten von Benjamin Katz, Wilfried Täubner sowie Wim Cox
–      Die Internationale Photoszene Köln präsentiert mit Mary Rosse und einer Robert-Capa-Retrospektive bereits im zweiten Jahr eigene Ausstellungen
New:
–      Kodak, Agfa und Polaroid beteiligen sich als Teilnehmer mit eigenen Kulturprogrammen
–      Schon damals wird dem Katalog eine Karte mit allen Schauplätzen beigelegt
–      Viele der annoncierenden Firmen folgen dem Vorschlag der Photoszene, ihre Anzeigen von jungen Fototalenten aus dem Kölner Stadtbereich anfertigen zu lassen, um auch die junge Fotografie zu unterstützen
 
1988 – 3. Internationale Photoszene Köln
With:
–      Es sind Präsentationen von August Sander und Lázló Moholy-Nagy sowie zeitgenössische Positionen wie Helmut Newton, die Becher-Klasse und Joe Gantz zu sehen
New:
–      Die Internationale Photoszene Köln erhält erstmals den Charakter eines Festivals
–      Ein Abendprogramm mit Video- und Performancekunst ergänzt die tagsüber laufenden Ausstellungen
–      Einführung der Portfolio-Reviews sowie fester Treffpunkte für Besuchende
 
1989 – 4. Internationale Photoszene Köln
–      Extra-Ausgabe anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Fotografie, auch ohne die photokina
With: 
–      Es finden 26 Ausstellungen u.a. mit Bernd Lohse und Ernst Schwitters statt. Zudem werden zwei Schwerpunkte auf ungarische und schweizerische Fotografie gelegt, wodurch ungarische Fotografie erstmals eine Ausstellungsplattform in der BRD erhält 
 
1991 -  5. Internationale Photoszene Köln
Who:
–      Von einem ehrenamtlichen Vorbereitungsausschuss durchgeführt: Geoffrey Forrest, Winfried Gellner, Henrik Hanstein, Tina Schelborn, Sabine Voggenreiter. Zusätzlich war auch Leo Fritz Gruber stark eingebunden
With:
–      Mit Arbeiten von Robert Rauschenberg, Jürgen Klauke, Edward Steichen und der Bewegung Wiener Aktionismus
New:
–      Das Festival der Internationalen Photoszene findet ab jetzt jährlich statt.
–      Abkehr von dem großformatigen Katalog hin zu einem kleinformatigen Kalendarium mit integriertem Stadtplan
–      Verleihung des DR.-Erich-Salomon-Preises durch die DGPh
 
1993 -  7. Internationale Photoszene Köln
With:
–     Mit Arbeiten von Bertha Wehnert-Beckmann, Setsuko Ishii, Weegee und Boris Michailov
New:
–     Erstmals wird der Zeitraum auf eine Woche beschränkt, um die zahlreichen Aktivitäten zu bündeln
–     Ebenfalls zum ersten mal liefert Philip Pocock einen wissenschaftlichen Beitrag zum Katalog in Form eines Essays über die Fotografiegeschichte. Fachleute, Journalisten und Künstler sollen mit kritischen Texten zum aktuellen Diskurs über und mit Fotografie beitragen
–      Zur Eröffnung der 7. Internationale Photoszene Köln wird der Hermann-Claasen-Preis '93 an Axel Hütte verliehen 
 
1994 -  8. Internationale Photoszene Köln
–      Programm umfasst nun auch Veranstaltungen, Symposien, ein Diahappening sowie Podiumsdiskussionen und eine Party
–      Außerdem wurden von der Photoszene Führungen durch die Ausstellungen angeboten -> Was war im Programm
–      Kritischer Beitrag im Katalog: „Hängepartie - Photographie zwischen Digitalität und Museologie“ von Dr. Friedemann Malsch, Konservator für die zeitgenössische Sammlung am Musée d'art Moderne Strasbourg
–      U.a. mit André Villers, Boris Becker, Erich Salomon und Hans-Ludwig Böhme (-> Vereinheitlichen)
–      Verleihung des Dr.-Erich-Salomon-Preises und des Preises für jungen Bildjournalismus (Förderpreis von Agfa und Bilderberg)
 
1995 -  9. Internationale Photoszene Köln
–      Einführung des Autorenprogramms – Präsentationen, Inszenierungen und Ausstellungen, die von Künstler*innen in eigener Regie konzipiert wurden Autor*innenprogramm war auch als Wettbewerb angelegt, der vom Publikum und einer Fachjury mit einem Preis ausgezeichnet wurde
–      Katalogbeitrag: „Ein weites Feld“ Udo Kittelmann, Direktor des Kölnischen Kunstvereins
–      Mit Werken von Eusebius Wirdeier, Johannes Deutsch, Mario Giacomelli und Fritz Pitz
 
1997 -  11. Internationale Photoszene Köln
–      Die formal ungebundene Gruppe hat sich zu einem gemeinnützigen Verein geformt
–      Katalog / Kalender inhaltlich mehr nach Themen und Genres sortiert
–      Cindy Sherman, David Hockney, Jörg Schlick, Wolfgang Zurborn
 
1999 - 13. Internationale Photoszene Köln
–      Eingehenden Bewerbungen werden vorab von einer Arbeitsgruppe gesichtet und bewertet
–      Themenschwerpunkt auf japanische Kunst mit 11 Ausstellungen unter dem Titel „Tokyo Shock“ u.a. mit Sakiko Nomura, Chie Yasuda, Kaoru Izima,
 
2000 - 14. Internationale Photoszene Köln
–      Photoszene-Treff im Future Point mit Diskussionen und Materialien zu den Ausstellungen und Vorträgen zum Thema „Die Photographie und der Sammler“
–      Helmut Newton und Alice Springs, Peter Bialobrzeski
 
2002 - 16. Internationale Photoszene Köln
–      Ab 2002 wieder biennal
 
2006 - 18. Internationale Photoszene Köln
–      Neuer Vorstand um Dr. Norbert Moos, dessen Ziel es ist, die Photoszene mehr in den aktuellen Diskurs einzubetten und sie qualitativ aufzuwerten
–      Einführung der „Photographers' Night“ im Museum für angewandte Kunst Köln
–      Internationale Fotografen*innen präsentieren in 15-minütigen Screenings ihre Arbeiten und führen anschließend moderierte Podiumsdiskussionen
–      Mit Wendy McMurdo, Bertien van Manen, Stefanie Schneider und Monika Czosnowska
–      Verleihung des „internationalen BFF-Förderpreises & Reinhart-Wolf-Preises“
–      Kooperation mit der KölnMesse als „PhotoCologne“
 
2010 - 20. Internationale Photoszene Köln
–      MAKK als Festivalzentrum
 
2014 - 22. Internationale Photoszene Köln (heißt erstmal Photoszene-Festival Köln)
–      Neue Leitung bestehend aus Heide Häusler, Damian Zimmermann, Inga Schneider, Nadine Preiß
–      Kein e.V. mehr sondern als gemeinnützige Unternehmergesellschaft aktiv
–      Photoszene soll nicht mehr nur als Festival fungieren, sondern auch als überinstitutionelle Plattform für den Diskurs mit dem fotografischen Medium und dessen Vermittlung dienen
–      Projekte außerhalb des Festivals:
–      Einführung des L.Fritz Magazins, Exkursionen zu Ausstellungen im In- und Ausland, Photoszene-Edition, Das Fotobuch-Quartett+, Fotobuch „Chargesheimer reloaded – Köln 5 Uhr 30“
–      Mit Arbeiten von Jim Dine, Karl Hugo Schmölz, Lee Friedlander und Benjamin Katz
- Photobook-Museum
 
2016 - 24. Internationale Photoszene Köln
–      Erstmals eine eigene zentrale Ausstellung, kuratiert von dem Düsseldorfer Künstler-Duo Oliver Sieber und Katja Stuke
–      Unter dem Titel „Innere Sicherheit / The State I Am In“ thematisieren 18 künstlerische Positionen sowohl den Begriff der politischen „inneren Sicherheit“ als auch die emotionale und persönliche „innere Sicherheit“
–      Ausgedehntes Rahmenprogramm:
–      Filmvorführungen im Filmforum NRW im Museum Ludwig
–      Zahlreiche Führungen (auch mit Kurator*innen und Künstler*innen)
–      Page Impressions im MAKK
–      Photographer's Night
–      Portfolio Review
–      Galerierundgang
–      Podiumsdiskussion „Der Weg der Bilder“
–      Fotobuch-Quartett+
–      Festivalparty
–      Innere Sicherheit Zine Release-Party
–      Mit Arbeiten von Simon Menner, Ryudai Takano, Jochem Hendriks und Luisa Whitton
Programm zusammenfasst

2018, 2019, 2020