Veranstaltungen in 2022


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Dienstag, 30. August 2022, 19 Uhr
Aufgang oder Untergang?
Earth Rise – ein Foto, seine Wirkung und die Frage nach dem Mensch
mit Susanne Schmetkamp, Dr. Miriam Szwast und Damian Zimmermann

Ort: Filmforum im Museum Ludwig

Welche Bilder braucht der Klimawandel? Im Rahmen des Photoszene-Festivals 2021 wurde diese Frage auf einem Podium mit verschiedenen Akteuren diskutiert. Die Internationale Photoszene Köln wird sich auch in Zukunft mit diesem wesentlichen Thema auseinandersetzen und freut sich daher sehr über die Einladung zu einer weiteren Diskussion im Rahmen der Vortragsreihe KunstBewusst der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e.v..
Die ersten Fotografien, die die Erde als sensible blaue Kugel im schwarzen Weltall zeigten, prägten die Umweltbewegung der 1970er und 80er Jahre. Damian Zimmermann, Journalist, Fotograf und Fotokurator, führt ein in die Umstände der Entstehung und Verbreitung von „Earth Rise“, einer historisch-revolutionären Seherfahrung. Die Philosophin Susanne Schmetkamp spricht über solche ästhetischen Erfahrungen als Möglichkeit zum Perspektivwechsel, über Aufmerksamkeit, Staunen und Panik. Denn die Frage lautet immer wieder: Welche Bilder braucht der Mensch, um die Klimakrise zu bewältigen? Oder genauer: Welche Gefühle braucht der Mensch zu ihrer Bewältigung und wie können Bilder dabei helfen?

• Die Philosophin Susanne Schmetkamp leitet seit Herbst 2009 das Forschungsprojekt „Aesthetics and Ethics of Attention“ an der Universität Fribourg, finanziert durch das PRIMA-Förderungsprogramm des Schweizerischen Nationalfonds. In dem fünfjährigen Projekt untersucht sie mit ihrem Team verschiedene Modi und Funktionen von Aufmerksamkeit, vor allem aus philosophie-ästhetischer und ethischer Perspektive.

• Dr. Miriam Szwast ist seit 2013 Kuratorin der Fotografischen Sammlung am Museum Ludwig, Köln. Zudem trägt sie den Titel der Ökologiekuratorin  und sorgt damit u.a.für ein „grüneres“ Museum.

• Damian Zimmermann lebt und arbeitet als Journalist, Kunstkritiker, Fotograf, Kurator und Festivalmacher in Köln. Seit 2014 ist er Gesellschafter der Internationalen Photoszene Köln und dort u.a. für die Neuausrichtung des Fotofestivals und das Magazin L. Fritz zuständig.

Der Eintritt ist für Mitglieder kostenfrei. Gäste zahlen 4€ (Ermäßigt 2€). Eine Voranmeldung ist zurzeit nicht notwendig!



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Donnerstag - Samstag, 20. - 22. Oktober 2022
We Do/Are Photography
Dialoge | ThinkTank | Symposium 
Kunsthafen und Stadtarchiv, Köln

In Vorbereitung auf das nächste Photoszene-Festival im Mai 2023 veranstaltet die Internationale Photoszene Köln das mehrtägige Veranstaltungsprogramm We Do/Are Photography aus Impulsen, Dialogen, Gesprächsreihen zu aktuellen Themenfeldern der Fotografie und dem Symposium „Die Geste des Zeigens – Fotoalben im Archiv“.

Im Jahr 2022 zeigen sich die Themenfelder zur globalen Klimakatastrophe, Debatten zum Postkolonialismus und Diskurse zu Body-Politics beispielhaft für eine drängende Analyse gesellschaftspolitischer Prozesse in der Fotografie. Gleichzeitig ist es das Medium selbst, das durch fortschreitende technologische Entwicklungen in permanenter Veränderung begriffen ist – und diese unmittelbar innerhalb künstlerischer Auseinandersetzungen thematisiert und reflektiert werden. Schließlich vermag die Fotografie als Speichermedium einen Großteil unserer Geschichte aufzuzeichnen – dies zieht ein anhaltendes wissenschaftliches und künstlerisches Interesse an einer Auseinandersetzung mit fotografischen Archiven nach sich. 

In der Reflektion dieser Bedeutung der Fotografie in den Zeitebenen des Gestern, des Jetzt und der Zukunft lädt die Internationale Photoszene Köln im Sinne eines offenen Think Tanks Wissenschaftler:innen, Kurator:innen und Künstler:innen zu Dialogen ein, deren Arbeitsweisen, Themensetzungen und/oder Veröffentlichungen uns in den letzten Jahren in den spezifischen Themenfeldern aufgefallen sind. Der Kunsthafen wird zu einem temporären Ort der Fotografie, an dem Internationale Referent:innen eingeladen sind, in den Dialog zu treten und das Medium Fotografie in seiner Facettenvielfalt zu beleuchten. 

Das Veranstaltungsprogramm We Do/Are Photography wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das Programm:
Donnerstags, den 20. Oktober 
feiern wir unter dem Titel „The Medium and Us: Photography in Progress“ den Release unseres Photoszene-Magazins L.Fritz und begrüßen Lehrende von Hochschulen aus NRW, sowie den Niederlanden und der Schweiz auf dem Podium.
Freitags, den 21. Oktober 
diskutieren wir mit geladenen Gästen unter „The World and Us: Photography and Climate Change“ und „The Body and Us: Body Politics“ drängende gesellschaftliche Fragen, die sich in der fotografischen Praxis zu festen Sujets entwickelt haben.
Samstags, den 22. Oktober 
findet dann das Symposium zu Artist Meets Archive #3 im Stadtarchiv statt, das sich den Fotoalben im Archiv widmet.

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Samstag, 22. Oktober 2022, 9.30-18 Uhr
Die Geste des Zeigens – Fotoalben im Archiv
Stadtarchiv, Eifelwall 5, 50674 Köln

Das Symposium zu Artist Meets Archive #3 hat sich die Geste des Zeigens zum Thema gesetzt und widmet sich neben dem übergeordneten Thema des Archivs insbesondere der Frage nach einer Bedeutung von Fotoalben für fotografische Archive. Angefangen bei der Materialität eines Fotoalbums und seiner Abgrenzung zu anderen Medien, seiner privaten oder öffentlichen Funktion und seiner kulturellen Praxis; über die Auslotung seiner möglichen Grenzen, seiner medialen Inszenierungsformen und den Praktiken eines künstlerischen Gebrauchs; bis hin zu Fragen seiner Verwendung in Archiven und Präsentation in Museen, seiner Aufarbeitung, Restaurierung und Digitalisierung – das Fotoalbum wirft unterschiedliche Gebrauchsweisen und vielseitige Möglichkeitsräume auf, denen sich sowohl aus wissenschaftlicher und fotohistorischer Perspektive als auch aus künstlerischer Perspektive genähert wird und die archivarischen Gesten des Zeigens in den Blick nimmt.

Das Symposium findet in Kooperation mit der DGPh Sektion Geschichte und Archive und dem Rheinischen Bildarchiv im Rahmen des Programms Artist Meets Archive #3 der Internationalen Photoszene Köln statt. Es wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW und die Stadt Köln.


*****************Vergangene Veranstaltungen *****************


Samstag, 21. Mai 2022, 16.30 - 17.30 Uhr
Artist Meets Archive #3: Lecture: Lilly Lulay
Ort: Rheinisches Bildarchiv Köln
Altersgruppe: 14-25 Jahre

Die in Frankfurt und Brüssel lebende Künstlerin Lilly Lulay (*1985) verwendet für ihre Projekte eigene und fremde Privatfotografien als „Rohmaterial“, das sie zu Collagen, Videos und Installationen neu zusammensetzt, um so die zweidimensionale, rein visuelle Wahrnehmung von Fotografien kritisch zu hinterfragen. Die Künstlerin legt ihren Fokus bei der Präsentation auf den Umgang mit sozialen Medien bzw. wie diese das Verhalten des Fotografen beeinflusst. Lilly Lulay ist eingeladene Künstlerin beim 'Artist Meets Archive'-Programm der Internationalen Photoszene und wird in die erste AMA jr. Ausgabe zusammen mit dem Rheinischen Bildarchiv und dem Gymnasial- und Stiftungsfonds zusammen mit Schüler:innen der Gesamtschule Holweide umsetzen.

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Freitag 3. Juni 2022, 19 Uhr
Das Fotobuchquartett
Ort: Studio der Fotoakademie-Koeln

Das Fotobuchquartett lädt herzlich ein zur kommenden Veranstaltung – Dr. Anja Schürmann (Kulturwissenschaftliches Institut Essen), Frederic Lezmi (The PhotoBookMuseum), Oliver Rausch (Fotoakademie-Koeln) und Frank Dürrach (Fotoakademie-Koeln) zeigen und besprechen wieder vier spannende Fotobücher:

Jonas Bendiksen: The Book of Veles
Florian Bachmeier: In Limbo
Federico Estol: Héroes del Brillo
Bieke Depoorter: Agata

Die Fotografie gilt als Leitmedium unserer Zeit. Doch es gibt kaum eine Diskussions- und Streitkultur ÜBER die Fotografie, wie es in der Literatur, der Musik, dem Film oder dem Theater selbstverständlich ist. Angelehnt an das „Literarische Quartett“ besprechen die Referent*innen live und vor Publikum vier Fotobücher und diskutieren sich mal liebevoll und wohlwollend, mal gemein und bösartig die Köpfe heiß.


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Freitag, 10. Juni 2022, 17 Uhr
Artist Meets Archive #3: 
Erinnern und Erzählen im Archiv – Werkstattgespräch und Artist Talk mit Lebohang Kganye
Ort: BAUSTELLE, Open Space des Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt

Im Rahmen des Artist Meets Archive-Residenzprogramms der Internationalen Photoszene Köln wird die südafrikanische Künstlerin Lebohang Kganye als erste der teilnehmenden AMA-Künstler:innen für einen Rechercheaufenthalt nach Köln kommen und am Rautenstrauch-Joest-Museum zu Gast sein. Diesen Auftakt nutzen wir für ein Werkstattgespräch, um sie und ihre Arbeit besser kennenzulernen und gleichzeitig die sensiblen Bildbestände des Historischen Fotoarchivs des RJMs vorzustellen. 
In einem ersten Teil wird Lucia Halder (Leiterin des Historischen Fotoarchives am RJM) exklusive Einblicke in das Archiv bieten, das sich derzeit nicht im Rautenstrauch-Joest-Museum sondern in einem externen Interimsdepot befindet.
Im zweiten Teil wird Lebohang Kganye in einem Artist Talk, moderiert von Inga Schneider (Photoszene Köln), von ihrer künstlerischen Arbeit mit privaten und öffentlichen Archiven berichten. Im Anschluss können Fragen gestellt werden. Den Abend lassen wir bei einem gemeinsamen Getränk ausklingen. 

Die Veranstaltung ist englischsprachig. Die Teilnahme ist kostenfrei, wegen begrenzter Plätze, wird um Anmeldung gebeten: info@photoszene.de Bitte beachten Sie die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen in Bezug auf COVID-19, die Sie der Website des Museums entnehmen können: 
https://www.museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum/


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Freitag, 17. Juni 2022, 18 Uhr
Artist Meets Archive #3: 
Artist Talk mit Lebohang Kganye und Pablo Lerma, moderiert von Daria Tuminas
Ort: Forum für Fotografie, Köln 

Im Rahmen des Artist Meets Archive-Programms der Internationalen Photoszene Köln sprechen die beiden AMA-Künstler:innen Lebohang Kganye (AMA#3-Künstlerin am Rautenstrauch-Joest-Museum) und Pablo Lerma (AMA#3-Künstler am NS-Dokumentationszentrum) bei einem gemeinsamen Artist Talk über künstlerische Strategien im Umgang mit privaten Geschichten in öffentlichen Archiven. Moderiert wird das Gespräch von der Kuratorin Daria Tuminas (FOTODOK, Utrecht, NL), die 2021 die Ausstellung  „Pass It On. Private Stories, Public Histories“ und eine dazugehörige Publikation produzierte, die beide Arbeiten von Kganye und Lerma präsentierten.  An diesem Abend im Forum für Fotografie widmen sie sich der Frage nach den künstlerischen Zugängen zu einem Archiv, dem Umgang mit sensiblen Bildern und Geschichten und den entsprechenden Präsentationsformen. 

Die freiberufliche Autorin und Kuratorin des FOTODOK Festivals Daria Tuminas absolvierte einen Master in Volkskunde und Mythologie in St. Petersburg und einen Master in Film und Fotografie an der Universität Leiden. Sie schreibt regelmäßig für verschiedene Medien, die sich mit Fotografie beschäftigen, darunter das FOAM Magazine, The Photobook Review, und viele andere. Von 2017 bis Dezember 2019 arbeitete Tuminas als Leiterin des Unseen Book Markets und des Unseen Dummy Awards bei der Unseen Amsterdam. Zu den Ausstellungen, die sie für das FOTODOK Festival kuratierte, gehörte „Pass It On. Private Stories, Public Histories“ (27. November 2020 - 28. Februar 2021). Ausgehend von (Familien-)Archiven präsentierte die Ausstellung u.a. Werke von Lebohang Kganye und Pablo Lerma. 

www.dariatuminas.com
https://www.fotodok.org

Die Veranstaltung ist englischsprachig. Die Teilnahme ist kostenfrei. Wegen begrenzter Plätze wird um Anmeldung gebeten: info@photoszene.de